Liebe Gemeinde!

2020 - Was war das für ein Jahr? Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben umgekrempelt. Wer hätte vor zwölf Monaten daran gedacht, dass die alltäglichen Dinge und Selbstverständlichkeiten plötzlich nicht mehr ohne Einschränkungen oder überhaupt nicht mehr möglich sind.

Für uns als Christinnen und Christen war es wohl eine besonders schmerzliche Erfahrung, dass wir eine Zeit lang keine Gottesdienste besuchen durften, und für uns wichtige kirchliche Veranstaltungen ausfallen mussten. Es sind wohl vor allem die physischen Begegnungen, die uns gefehlt haben und teilweise immer noch fehlen.

Taschenuhr

Trotz alles Negativem darf man aber nicht vergessen, dass diese Krise auch neue und gute Dinge hervorgebracht hat. Die Menschen sind kreativ geworden, haben andere Ideen entwickelt und sich innovative Projekte überlegt. Auch in der Pastoralkonferenz wurde viel darüber diskutiert, wie man für die Eschweiler/innen alternative Angebote schaffen kann. Auf einmal gab es Livestream-Gottesdienste, die man von zu Hause aus schauen konnte, und die Möglichkeit, einen Gottesdienst im Autokino zu feiern. Nicht zuletzt sind in der Weihnachtszeit vielfältige Aktionen ins Leben gerufen worden. All das wäre unter normalen Umständen wahrscheinlich nicht passiert.

Daneben hat sich auch auf struktureller Ebene etwas verändert. Seit November arbeiten die hauptamtlichen Mitarbeiter/innen in der Seelsorge für alle Pfarreien in Eschweiler. Diese Form der Zusammenarbeit erfordert viel Mut, aber sie bringt auch neue Früchte hervor. Gemeinsam sind wir auf dem Weg. Wir wagen den Aufbruch.

2020 war geprägt von Abschieden und Neuanfängen. Nun liegt ein neues Jahr vor uns. Wir wissen nicht, was genau auf uns zukommt. Wir wissen nicht, ob wir unsere guten Vorsätze letztlich erfüllen werden. Wir wissen nicht, wie lange die Corona bedingten Einschränkungen noch nötig sind, aber wir können darauf vertrauen, dass Gott immer an unserer Seite ist, und wir uns jeder Zeit zu ihm wenden können. Unsere Zeit, unsere Zukunft, steht in seinen Händen. Darauf vertrauen wir.

In der ersten Strophe eines bekannten Liedes heißt es:

Ob ich sitze oder stehe, ob ich liege oder gehe,
bist du Gott, bist du Gott, bei mir.
Ob ich schlafe oder wache, ob ich weine oder lache,
bleibst du Gott, bleibst du Gott, bei mir.
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir
und hältst deine Hand über mir.

(Text: Eugen Eckert / Melodie: Thorsten Hampel)

Im Hinblick auf das neue Jahr erscheint mir dieser Text besonders hoffnungsvoll, da er vermittelt, dass wir, egal, an welchem Ort und in welcher Situation wir uns auch befinden, niemals alleine sind. Gottes Hand führt und hält uns, vor allem dann, wenn wir selbst nicht mehr festzuhalten vermögen und loslassen wollen.

In diesem Sinne wünsche Ihnen von Herzen ein frohes und gesegnetes Jahr 2021!

Pastoralassistentin Ina Keulertz

 

Nachrichtenübersicht

QR-Code dieser Seite

QR-Code dieser Seite
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.